FAQ · Methode, Qualität, Preise
Was du wissen willst, bevor du startest.
Methode & Stichprobe
Echte Menschen, frisch rekrutiert – kein stehendes Panel.
Was ist Boomerang Ideas und wie funktioniert es?
Boomerang kombiniert zwei Motoren: Live Social Samples™ – echte Befragte, pro Umfrage frisch über Social Media rekrutiert (z. B. TikTok, Instagram, Snapchat, WhatsApp oder LinkedIn) – und Silicon Samples, simulierte Befragte aus KI-Modellen.
Du stellst deine Frage, wir liefern einen Report mit Aufschlüsselung nach Region, Alter und Geschlecht. Simulierte Resultate liegen in 10–30 Minuten vor, echte Erhebungen brauchen 3–7 Tage.
Was sind Live Social Samples™?
Unsere validierte Methode, echte Teilnehmende direkt über Social Media zu rekrutieren – ad hoc und pro Umfrage frisch, ohne stehendes Panel. Die Stichprobe ist nach Alter, Geschlecht und Region geschichtet und wird gegen die Basisdaten der statistischen Ämter gewichtet. Erhebungen sind ab n = 100 möglich, empfohlen sind 200–300 – die Grösse wählst du frei.
Was sind die Vorteile gegenüber Online-Panels?
Drei:
- Die Leute antworten auf ihrem eigenen Kanal, aus Neugier statt wegen professioneller Anreize – das hält Berufsbefragte draussen.
- Micro-Targeting macht die meisten Screening-Fragen überflüssig, was die Erhebung günstiger macht.
- Wir rekrutieren für jede Umfrage frisch statt aus einem stehenden Pool.
Und gegenüber Telefon- oder Strassenumfragen?
Ad-hoc-Rekrutierung über Social Media erreicht viele Menschen, die noch nie befragt wurden, und ist schneller – Resultate in 3–7 Tagen. Die Methodik wurde in zwei Studien mit der Universität Zürich validiert; aktuelle Forschung zu den Simulationen läuft mit der Universität Basel und der Johns Hopkins University.
Wo liegen die Grenzen von Social-Media-Stichproben?
Wir erreichen nur Menschen, die Social Media nutzen – wer offline lebt, fehlt in der Stichprobe. Unter 18 Jahren ist in der EU und der Schweiz keine Rekrutierung möglich. Gewichtet wird nach Region, Alter und Geschlecht; Merkmale wie Bildungsstand oder politische Einstellung werden nicht quotiert. Wo eine Gruppe im Feld untervertreten ist, passen wir die Quoten nach; Attention Checks und Duplikatserkennung laufen bei jeder Erhebung mit.
Was ist eine repräsentative Stichprobe?
Wir verwenden geschichtete Stichproben: Die Bevölkerung wird nach Region, Geschlecht und Altersgruppe (18–24 bis 65+) unterteilt, jede Zelle einzeln rekrutiert und das Resultat gegen die offiziellen Basisdaten der statistischen Ämter gewichtet.
Für die Schweiz, Deutschland und Österreich bieten wir zusätzlich kreuzquotierte Stichproben an.
Wie können soziale Medien repräsentativ sein?
Wie bei jeder Methode ist es eine Annäherung. Auch die Alternativen haben Verzerrungen: Festnetz nimmt kaum noch jemand ab, Online-Panels bringen Berufsbefragte mit. Wir kombinieren geschichtete Stichproben mit Micro-Targeting nach Alter, Geschlecht und Region und gewichten gegen die amtliche Statistik. Der systematische Fehler bleibt: Wer nicht online ist, kann nicht teilnehmen – das sagen wir offen dazu.
Welche Länder können erhoben werden?
Repräsentative Umfragen laufen in 24 Ländern: Argentinien, Australien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Indien, Italien, Kanada, Kenia, Mexiko, Nigeria, Österreich, Polen, Portugal, Saudi-Arabien, Schweden, Schweiz, Spanien, Südafrika, Südkorea, Thailand, Tschechien und den USA. Kreuzquotierte Stichproben gibt es für die Schweiz, Deutschland und Österreich, gegen Aufpreis.
Mein Land ist nicht dabei – an wen wende ich mich?
Schreib uns an hello@boomerangideas.com, dann prüfen wir dein Land für ein kommendes Release.
Was tut ihr gegen Bots und unaufmerksame Antworten?
Attention Checks, Speeder- und Duplikatserkennung laufen in jeder Erhebung mit. Pro Kohorte verwenden wir individuelle Links, die schliessen, sobald die Kohorte voll ist. Incentives sind gegen Forschung zu fairer Bezahlung pro Minute benchmarkt und werden erst nach bestandener Qualitätsprüfung ausbezahlt.
KI-Simulationen (Silicon Samples)
Schnell – und ehrlich darüber, wann du ihnen trauen kannst.
Wie funktionieren die KI-Simulationen?
Silicon Samples simulieren Antwortverteilungen einer künstlichen, repräsentativen Bevölkerung. Primärdaten, kein Web-Text: Unsere Modelle sind auf jahrzehntelangen Schweizer Umfragedaten unserer Partner – allen voran gfs.bern – und auf unseren eigenen Social-Media-Befragungen trainiert, anonymisiert, und erkennen, wie verschiedene Bevölkerungsgruppen typischerweise auf Fragen reagieren.
Wie zuverlässig sind die Simulationen?
Jede Simulation bekommt einen Plausibilitäts-Score von 0–10, vergeben von einem unabhängigen Prüfmodell. Er misst, wie weit du der Simulation trauen kannst – nicht, ob sie die Welt richtig trifft. Im August 2026 lag der Monatsdurchschnitt bei 6.94.
Im Benchmark: Überlappung mit echten Antwortverteilungen von 82.6 % über fünf Schweizer Studien ausserhalb des Trainings. Die Simulationen sind noch Beta – vor Entscheiden mit grossem Einsatz empfehlen wir, mit echten Menschen zu verankern.
Was ist Confidence Guard™ – und wann kommen echte Menschen zum Einsatz?
Confidence Guard™ prüft jede Simulation und ordnet den Score ein: Ab 8.0 ist das Resultat in sich konsistent und deckt sich mit vergleichbaren Studien – für Budget-Entscheide trotzdem mit echten Menschen verankern. Zwischen 6.0 und 7.9 gilt: Richtung ja, Nachkommastellen nein. Unter 6.0 sagt das System klar: Geh zu echten Menschen.
Den Wechsel zu echten Menschen – Live Social Samples – löst du heute mit einem Klick selbst aus. Die automatische Version – das System holt selbstständig echte Befragte für Kohorten mit tiefem Vertrauen – ist laufende Forschung mit der Universität Basel und der Johns Hopkins University.
Kann die KI Verhaltensfragen beantworten?
Ja, wenn die Trainingsbasis genug vergleichbare Daten enthält – etwa zu Mediennutzung oder Freizeitmustern. Ist die Abdeckung schwach, fällt der Plausibilitätswert, und Confidence Guard™ empfiehlt dir, echte Befragte dazuzuholen.
Wie vermeidet ihr Verzerrungen und Modelldrift?
Die Modelle sind auf repräsentativen, empirischen Umfragedaten trainiert und werden laufend mit echten Erhebungen verglichen. Sinkt die Plausibilität, zeigt Confidence Guard™ das offen an – inklusive der Empfehlung, das Resultat nicht zu verwenden.
Werden simulierte und echte Antworten vermischt?
Nein. Simulationen sind immer als Simulationen ausgewiesen und werden getrennt berichtet – nie in eine Stichprobe mit echten Menschen gemischt. So weisst du bei jeder Zahl, woher sie kommt.
Was ist der Vorteil hybrider Umfragen?
KI-Geschwindigkeit und menschliche Validierung im gleichen Workflow: Die Simulation liefert in Minuten eine erste Richtung, mit einem Klick geht dasselbe Instrument an echte Befragte. Heute heisst hybrid: Du wiederholst die Umfrage mit echten Teilnehmenden. Die automatische Selbstkalibrierung – menschliche Daten nur dort, wo das Vertrauen tief ist – ist Forschung mit der Universität Basel und der Johns Hopkins University.
Was sind typische Anwendungsfälle?
Fragen, die schnelle, datengestützte Entscheide brauchen: Kampagnen-Timing, Produktinteresse, Markenwahrnehmung, öffentliche Stimmung. Simulationen liefern frühe Signale – vertieft oder abgesichert wird mit echten Stichproben.
Wie lange dauert es bis zu den Resultaten?
Simulationen: 10–30 Minuten, je nach Grösse der simulierten Bevölkerung – die Resultate laufen live ein, nicht erst am Schluss. Echte Erhebungen mit Live Social Samples: 3–7 Tage, je nach Stichprobengrösse und Fragebogen.
Politische Umfragen
Ja – aber nur mit akkreditierten Partnern.
Führt ihr politische Umfragen durch?
Ja, aber nur über akkreditierte Partner oder mit schriftlicher Genehmigung, und mit verstärkten Qualitätskontrollen. So nutzt gfs.bern Boomerang als Teil der Stichprobe für die SRF Trendumfragen (quartalsweise): deren Prognose, unsere Social-Media-Schicht.
Preise & Zahlung
Pro abgeschlossener Antwort – nie pro Projekt.
Was kostet Boomerang?
Die aktuellen Pläne und Preise stehen auf der Preisübersicht. Echte Befragte kaufst du als Credits dazu: 1 Credit = CHF 1 (bzw. 1 EUR/USD), abgerechnet pro abgeschlossener Antwort, nie pro Projekt. Du bist ein Institut oder Insights-Team und willst Offerte, Einführung und Support dazu? Dann ist Boomerang Ideas der richtige Ort – Self-Service bleibt es auch dort.
In welcher Währung rechnet ihr ab?
In deiner: Preise sind in CHF; für EU-Kunden gilt 1:1 in EUR, für US-Kunden 1:1 in USD. Credits kaufst du direkt in der App über Stripe.
Datenschutz
Datenminimierung ist der Standard, nicht die Ausnahme.
Sind meine persönlichen Daten sicher?
Ja. Wir arbeiten nach dem Prinzip der Datenminimierung: An Subprozessoren geben wir ausschliesslich anonymisierte, nicht-personenbezogene Daten weiter. Werden bei einer Erhebung personenbezogene Daten von Befragten erfasst – etwa Kontaktangaben für die Incentive-Auszahlung –, werden sie nach Abschluss innerhalb angemessener Frist gelöscht.
Wo werden meine Daten verarbeitet – und welches KI-Modell steckt dahinter?
Deine Daten liegen in europäischen Rechenzentren. Die Simulationen rechnet ein Sprachmodell, das wir auf unsere eigenen Umfragedaten feinabgestimmt haben.
Was sind «Subprozessoren»?
Externe Unternehmen, die uns bei der Durchführung der Forschung unterstützen – etwa für Hosting oder Auswertung. Die aktuelle Liste steht in der Datenverarbeitungsvereinbarung, die Teil unserer AGB ist.
Welche Daten werden an Subprozessoren weitergegeben?
Nur anonymisierte, nicht-personenbezogene Daten – also Daten, aus denen alles entfernt wurde, was eine Person identifizieren könnte. Persönliche Daten geben wir nie weiter.
Noch Fragen offen?
Am schnellsten beantwortet sie ein eigener Versuch.
Die erste Studie ist kostenlos – und der Plausibilitäts-Score sagt dir, was die Antwort taugt. Alles andere: hello@boomerangideas.com.
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Als anonym